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Coronavirus: Die Situation in der Schweiz

Keystone / Gaetan Bally

Der Bundesrat reagiert auf die steigenden Fallzahlen: Ab Montag, 6. Dezember, gelten strengere Massnahmen.

Dieser Inhalt wurde am 03. Dezember 2021 - 16:00 publiziert
swissinfo.ch, mit SRF und SDA

Neueste Entwicklungen

  • Der Bundesrat beschloss am Freitag neue Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie, die ab dem 6. Dezember gelten. "Gewisse Spitäler sind jetzt schon an der Kapazitätsgrenze angekommen", sagt Gesundheitsminister Alain Berset. Das sind die wichtigsten neuen Schutzmassnahmen:
  • Ab Samstag, 4.12., brauchen alle Einreisende einen PCR-Test, auch Geimpfte und Genesene. Dafür werden sämtliche Länder von der Quarantäneliste gestrichen.
  • Ausweitung der Maskenpflicht: Neu gilt sie überall dort, wo die Zertifikatspflicht gilt, also in öffentlichen Innenräumen. Ausgenommen sind private Treffen.
  • Ausweitung der Zertifikatspflicht: Sie wird auf alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen in Innenräumen ausgeweitet. Bei privaten Treffen gilt ab elf Personen die "dringliche Empfehlung", das Zertifikat einzusetzen.
  • Sitzpflicht im Restaurant: In Bars, Restaurants und Clubs muss das Essen und Trinken im Sitzen am Tisch genossen werden. Ausgenommen sind Betriebe, welche freiwillig 2G statt 3G verwenden.
  • Dringliche Homeoffice-Empfehlung: Zudem müssen alle Mitarbeitenden in Innenräumen eine Maske tragen.
  • Kürzere Gültigkeit von Test-Zertifikaten: Ein Antigen-Schnelltest gilt noch 24 statt 48 Stunden. PCR-Tests bleiben 72 Stunden gültig.
  • Das BAG meldet am Freitag 9951 neue Coronafälle. Damit liegt der 7-Tage-Schnitt bei 7957. Das sind 21 Prozent mehr als in der Vorwoche. Aktuell werden 1326 Personen wegen Covid-19 in einem Spital behandelt. Die Intensivbetten in den Schweizer Spitälern (inklusive Ad-Hoc-Betten) sind Stand Freitag zu 81 Prozent ausgelastet.
  • Der Nationalrat hat sich dafür ausgesprochen, wieder Gratistests anzubieten: Der Bund soll die Kosten für alle Coronatests übernehmen. Jetzt muss der Ständerat darüber entscheiden.
  • In der Schweiz sind bislang vier Personen positiv auf die neue Omikron-Variante getestet worden. In der Westschweiz befinden sich aufgrund eines Falles 2000 Personen in Quarantäne.
  • Gemäss Taskforce sind ab sofort Auffrischimpfungen in allen Kantonen für Personen ab 16 Jahren erhältlich.
  • Die vollständig aktualisierten Daten zur Pandemie finden Sie hier.
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Die neuesten Schlagzeilen zur Pandemie

Was ist der aktuelle Stand punkto Corona-Impfung?

  • Zugelassen sind in der Schweiz bisher die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Dauer der Impfwirksamkeit von 6 auf 12 Monate erhöht.
  • Die Zulassung des Impfstoffs von Astra-Zeneca verzögert sich, weil laut Swissmedic die eingereichten Daten nicht ausreichen. Die Zulassungsbehörde fordert weitere Studien.
  • Die Impfung ist gratis und nicht obligatorisch
  • Die Impfempfehlung der Eidgenössischen Impfkommission wurde angepasst: Eine Impfung mit mRNA-Impfstoffen wird auch allen Jugendlichen ab 12 Jahren empfohlen. Auch Genesene und Schwangere sollen sich impfen lassen.
  • Der Bund übernimmt die Kosten für die Impfung auch für Personen, die in der Schweiz leben, aber nicht obligatorisch krankenversichert sind.
  • Ebenfalls kostenlos ist die Impfung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die nicht in der Schweiz versichert sind und in Schweizer Gesundheitseinrichtungen arbeiten.
  • Auch wer an Corona erkrankt ist, soll sich impfen lassen, sagt der Präsident der Ekif. Die Impfung könne milde Infektionen nicht ganz verhindern, "aber schwere Verläufe werden verhindert." Die Hospitalisierten seien derzeit in der Mehrheit ungeimpft.
  • Die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung bewegen sich im Rahmen der Zulassungsstudien und des "Beipackzettels". Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Auswertung von knapp 2000 Meldungen.
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swissinfo.ch

Welche Regeln gelten?

Für die Einreise in die Schweiz ab dem 4. Dezember:

  • Für alle Einreisenden gilt die Testpflicht. Bei der Einreise muss ein negativer PCR-Test vorhanden sein. Danach müssen sich die Personen zwischen dem vierten und siebten Tag nach der Einreise nochmals testen lassen. Alle Testresultate müssen dem Kanton gemeldet werden. Diese Regelung gilt unabhängig vom Impfstatus.
  • Dafür ist keine Quarantäne mehr notwendig.
  • Alle Einreisenden müssen ein Einreiseformular vorweisen.
  • Alle Einreisenden müssen, falls sie per Flugzeug einreisen, ihre Kontaktdaten mittels eines elektronischen Einreiseformulars erfassen.
  • Das Einreiseformular und alle relevanten Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesamts für GesundheitExterner Link.
Kai Reusser / swissinfo.ch

Diese Massnahmen gelten schweizweit:

  • Wasserparks, Discos und Tanzlokale dürfen öffnen, die Homeoffice-Pflicht wurde durch eine Empfehlung ersetzt, das Testen am Arbeitsplatz entfällt.
  • Covid-Zertifikat: Obligatorisch in Discos und bei Grossveranstaltungen und freiwillig bei kleineren Veranstaltungen, in Sport-, Kultur- und Freizeitbetrieben und Restaurants.
  • Veranstaltungen: mit Zertifikat keine Einschränkung, ohne Zertifikat bei Sitzpflicht maximal 1000 Personen, ohne Zertifikat und ohne Sitzpflicht draussen 500, drinnen 250 Personen.
  • Maskenpflicht: Draussen aufgehoben, an Mittelschulen und Berufsschulen gelockert (Kantone entscheiden), am Arbeitsplatz gelockert (Arbeitgeber entscheiden).
  • Restaurants: Draussen keine Einschränkungen, drinnen Anzahl Personen pro Tisch nicht mehr limitiert, aber Kontaktdaten von einer Person pro Gruppe nötig.
  • Sport und Kultur: Draussen keine Einschränkung, drinnen Kontaktdaten, Chorauftritte auch drinnen erlaubt, keine Unterscheidung zwischen Laien- und Profi-Veranstaltungen.
  • Weiterhin gilt: Maskenpflicht in Innenräumen (Läden, ÖV und Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat) und private Treffen mit maximal 30 Personen (draussen: 50).

Ab dem 6. Dezember gilt zudem:

  • Ausweitung der Maskenpflicht: Neu gilt sie überall drinnen, auch dort, wo die Zertifikatspflicht gilt. Ausgenommen sind private Treffen.
  • Ausweitung der Zertifikatspflicht: Sie wird auf alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen in Innenräumen ausgeweitet. Bei privaten Treffen gilt ab elf Personen die "dringliche Empfehlung", das Zertifikat einzusetzen.
  • Sitzpflicht im Restaurant: In Bars, Restaurants und Clubs muss im Essen und Trinken im Sitzen genossen werden. Ausgenommen sind Betriebe, welche freiwillig 2G statt 3G verwenden.
  • Dringliche Homeoffice-Empfehlung: Zudem müssen alle Mitarbeitenden in Innenräumen eine Maske tragen.
  • Kürzere Gültigkeit von Test-Zertifikaten: Ein Antigen-Schnelltest gilt noch 24 statt 48 Stunden. PCR-Tests bleiben 72 Stunden gültig.
  • Möglichkeit zur Beschränkung auf 2G: Alle öffentlichen Einrichtungen, für welche die Zertifikatspflicht gilt, dürfen den Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränken. Im Gegenzug darf auf die Maskenpflicht verzichtet werden. Analog kann die 2G-Regel auch bei allen Veranstaltungen drinnen oder im Freien angewandt werden. 

Wie viele Personen sind in der Schweiz infiziert?

Aktuelle Zahlen ersehen Sie in unseren laufend aktualisierten Grafiken.  Die vollständigen aktualisierten Daten zur Pandemie finden Sie hier.

Zur Quelle: Seit dem 9. Juli 2020 stützen wir uns für die Anzahl der bestätigten Fälle wieder auf das Bundesamt für Gesundheit (BAG), da einige Kantone die Zahlen nicht mehr regelmässig publizieren. Davor stammten die Zahlen von einer direkten und validierten Quelle der Kantone.

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Wie ist die Situation international?

Wie andere Länder die Corona-Pandemie bekämpfen, können Sie in der Übersicht über die internationale LageExterner Link bei SRF News lesen.

Die folgende Grafik zeigt einen internationalen Vergleich mit absoluten Zahlen.

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Sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer speziell betroffen?

Wie bereits 2020 musste die Auslandschweizer-Organisation (ASO) auch den Auslandschweizer-Kongress 2021Externer Link verschieben. Er hätte vom 20. bis 22. August in Lugano stattfinden sollen. Grund ist die anhaltende Unsicherheit über die epidemiologische Situation in der Schweiz. Zudem wurde die Auslandschweizerrats-Sitzung nicht physisch vor Ort, sondern erneut virtuell durchgeführt.

Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer stehen angesichts dieser Pandemie vor grossen finanziellen Schwierigkeiten. In Ländern, in denen die Löhne niedrig, die Ersparnisse knapp und die öffentlichen Unterstützungsmassnahmen dürftig sind, stehen viele von ihnen vor wichtigen Entscheidungen. Deshalb gibt es Unterstützung durch den Bund: Bisher haben 56 Schweizerinnen und Schweizer in einer Notsituation Unterstützung vom Bund erhalten.

Nach Angaben des EDA wurde Sozialhilfe an 16 in Europa lebende Schweizer Bürgerinnen und Bürger gezahlt, davon 12 in Spanien. In Asien haben 14 Schweizer Staatsangehörige diese Hilfe erhalten. Weitere 10 in Südamerika, 9 in Afrika und 7 in Nordamerika.

Diese an Corona gebundene Sozialhilfe ist den individuellen Lebensbedingungen angepasst, so das EDA. Sie beläuft sich derzeit auf rund 60'000 Franken, was nur einen kleinen Teil der gesamten Sozialhilfe ausmacht, die Bern den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern gewährt. Die diesjährige Gesamtsumme beläuft sich auf 800'000 Franken. Im letzten Jahr waren es 900'000 Franken.

Damit unterstützt der Bund Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, ihre Betriebe schliessen mussten oder deren Einkommen so tief gesunken sind, dass ihre Existenz nicht mehr gesichert ist. Unterstützt wurden auch Personen, die im Tourismussektor tätig sind und deren Einkommen nicht ausreichend war.

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Schweizer Bürgerinnen und Bürger können sich an alle Schweizer Vertretungen im Ausland wenden. Die Situation in Bezug auf Reiseverbote oder -beschränkungen und andere Grenzschliessungen ändert sich von Tag zu Tag. Aktuell sind aufgrund der Reisebeschränkungen noch immer viele Doppelbürger von Quarantänen und Stornierungen betroffen.

Wo finde ich mehr Informationen? 

Hier eine Liste der Links, wo Sie jederzeit selbst die aktuellen Updates aus erster Hand erfahren können. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)Externer Link

Weltgesundheits-Organisation (WHO)Externer Link

Internationale ÜbersichtskarteExterner Link
 

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