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Auslandschweizer-Rat: Appelle an den Bundesrat

An der Tagung des Auslandschweizer-Rats vom Samstag in Bern präsentierte die ASO ihre Prioritäten für die Wahl 2019. swissinfo.ch

Der Auslandschweizer-Rat ist neu konstituiert, Vorstand und Präsidium neu besetzt. Mit zwei Resolutionen wendet er sich nun an den Bundesrat.

Dieser Inhalt wurde am 24. August 2021 - 15:15 publiziert

Wir zeigen hier oben ein Archivbild. Der neu zusammengesetzte Auslandschweizer-Rat tagte am Freitag und am Montag online, nachdem der Auslandschweizer-Kongress zum zweiten Mal in Folge der Covid-19-Pandemie zum Opfer fiel. Das Parlament der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bekundete dabei seine Besorg­nis über die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. 460’000 Schweizerinnen und Schweizer seien in Europa wohnhaft, teilte die Organisation nach Abschluss der Online-Tagung mit.

Ruf nach Strategie

Nach einer kontradiktorischen Diskussion verabschie­de­ten die Delegierten am Montag eine entsprechende Resolution. Darin fordert der Auslandschweizer-Rat den Bundesrat auf, eine Strategie zur Aufrechthaltung der Personenfreizügigkeit festzulegen. Dies sei notwendig, "wenn die europäischen Rechte für die in EU-Ländern lebenden Schweizerinnen und Schweizer und für künftige Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer garantiert werden sollen", heisst es in der Resolution.

Hier die Debatte über die Personenfreizügigkeit zum Nachsehen:

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Eine weitere Resolution betrifft die Anerkennung von im Ausland erfolgten Impfungen durch die Schweiz. Zahlreiche Delegierte beklagten, dass sie in ihrem Wohnsitzland keinen Zugang zur Impfung gegen Covid-19 hätten und auch nicht in einer Schweizer Vertretung im Ausland geimpft werden können. Bemängelt wurde zudem, dass die Schweiz die Impfzertifikate von im Ausland geimpften Schweizerinnen und Schweizern nicht anerkennt, wenn diese nicht im EU/EFTA-Raum leben.

Anerkennung von ausländischen Impfzertifikaten

Die ASO fordert die Schweizer Behörden deshalb auf, allen in einem Land mit prekärer Gesundheitssituation lebenden Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern den Zugang zur Impfung bei den Schweizer Vertretungen vor Ort zu ermöglichen. Ebenso soll der Weg zur Anerkennung der Impfzertifikate der in Drittstaaten lebenden Landsleute geebnet werden.


Höhepunkt der Tagung war die Wahl von Filippo Lombardi am Freitag. Lombardi tritt die Nachfolge von Remo Gysin an, den der Rat zum Ehrenpräsidenten ernannte. "Ich werde die Interessen der Fünften Schweiz mutig und kräftig verteidigen", versprach Lombardi im Rat. "Wir haben viel Verständnis in der Bundespolitik gewonnen, aber der Weg ist noch weit, bis wir wirklich als Schweizer Bürger mit allen Rechten und Pflichten anerkannt werden." 

SVP-Sitz bleibt unbesetzt

Bei der Erneuerungswahl des Vorstands bleibt der Inlandsitz der SVP in dieser Amtsperiode unbesetzt, da der Rat die Zahl der Inlandsitze um einen reduziert hat. Neu in den Vorstand gewählt wurde SP-Nationalrat Carlo Sommaruga. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: FDP-Nationalrat Laurent Wehrli, SP-Nationalrat Carlo Sommaruga, Gianfranco Definti (Italien), Dominique Baccaunaud (Frankreich), Helen Freiermuth (Türkei), Albert Küng (Deutschland), David W. Mörker (USA), Franz Muheim (Grossbritannien), Carmen Trochsler (Australien), Quästor Lucas Metzger.

Hier ein Video, das die ASO zum Start der neuen Legislatur erstellt hat:

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